Quelle: LORENZEN, C. C.: Nogle Bemærkninger om Guldholm Kloster, in: Annaler for Nordisk Oldkyndighed og Historie, 1859, 319-327.

In diesem Text finden sich wesentliche Details zum Standort des Klosters und zur Entstehungsgeschichte. Laienhaft aus dem Dänischen übersetzt von Sönke Preck.

 

C. C. LORENZEN:

BEMERKUNGEN ZUM KLOSTER GULDHOLM

 

1. Über die wesentliche Geschichte des Klosters, vor allem über die Stiftung im Jahre 1192 1) und über die spätere Verlegung nach Rus Regis (Ry), dem heutigen Lyksborg (Glücksburg), im Jahre 1209 oder 1210 2), gibt es leider kaum etwas Neues zu berichten, insbesondere seit Daugaard in seiner herausragenden Arbeit "Om de danske Klostre i Middelalderen” ("Über die dänischen Klöster im Mittelalter") das Schicksal des Klosters ziemlich ausführlich aufgearbeitet hat (l.c. S. 468 ff.). Ich möchte mich deshalb auf einige Beobachtungen in Bezug auf den Standort des Klosters beschränken, um ein paar Aspekte seiner Geschichte etwas ausführlicher beleuchten zu können.

Es wird üblicherweise 3) angenommen, dass das Kloster sich auf einer Insel südlich am Langsö befand; so heißt es im Dsk. Atl. VII S. 712 Anm.: "In diesem Kirchspiel (Gemeinde Nyböl), hinter Berend und im Süden vom Langesö hat das Kloster Guldholm (aurea insula) gelegen, allerdings nur 18 Jahre lang in Benutzung, als König Valdemar II mit Genehmigung von Bischoff Nicolas Raad und Papst Innocentis III die Mönche von hier nach Ry verlegte"; - Daugaard (l.c. S. 459) sagt; "Das neue Kloster, zu dem Valdemar (Bischof) die ersten Mönche aus Esrom kommen ließ (die Ordensregeln der Zisterzienser traten nun anstelle der Regeln der Cluniazenser), wurde auf einer Insel namens Guldholm angelegt, die eine Meile nördlich von Slesvig in der Gemeinde Nybel lag, S. vom Langesö". Es ist wahrscheinlich der Name 'aurea insula', der zu dieser falschen Sichtweise geführt hat; Das Kloster hat tatsächlich im Langsö auf einem kleinen Inselchen oder einer Halbinsel gelegen, die mit dem südlichen Ufer des Sees verbunden war — Feustking (s. Noodts Beiträge I S. 237) hat den Standort etwas allgemeiner ausgedrückt: ("in dem Kirchspiele Nüböll, hinter dem Dorfe Brekne oder Breckling, hart an der Langsee"; man kann also nicht erkennen, ob er dabei an eine Insel oder Halbinsel gedacht hat; Es ist sogar wahrscheinlich, dass er an keines von beiden gedacht hat, sondern an einen Ort, 2-300 Ellen [Anm. d. Übers.: 1 Ale entspricht 62,77 cm] südlich einer Halbinsel, der heute noch als Guldholm bezeichnet wird, vermutlich aber erst in jüngerer Zeit aufgrund der Nähe des verschwunden Klosters. Es ist nicht auszuschließen, dass Sie bereits von der "curia Guldholm" gehört haben, die Ende des Jahres 1312 wegen der Fischereirechte auf dem See von Gefolgsleuten des slesviger Bischofs einberufen wurde. (s. Dsk. Atl. VII S. 712), -

Christiani (Gesch. der Herzogth. Schleswig und Holstein S. 374) hat schließlich die Lage des Klosters im Einklang mit der Realität wie folgt beschrieben: "Holm, Halbinsel Gulholm, Nordwärts dem Dorfe Breckling". - Die Insel oder Halbinsel 4), wo das Kloster gestanden hat war nicht sehr groß und hat keinen erkennbaren Platz für etwas anderes außer dem Klostergebäude und dem Garten oder Kräutergarten. Die gesamte Länge von Westen nach Osten beträgt 220 Schritte (Skridt), die Seite von Süden nach Norden ist unterschiedlich, im breitesten Teil sind es 84 Schritte [Anm. d. Übers.: 1 Skridt entspricht ca. 76 cm]. Der Platz, an dem das Gebäude des Klosters selbst stand, liegt im Vergleich zum restlichen Bereich etwas erhaben; Sonst die ganze Halbinsel so niedrig, dass mehrere Tage Regen oder ein leichtes Hochwasser den größten Teil davon unter Wasser setzen. — Der erhabene Teil bildet fast ein gleichmäßiges Viereck, das 72 Schritte (Skridt) lang und 54 Schritte breit ist und liegt im Osten und Norden nahe an der Uferböschung. Hier ist nördlich des Klosterplatzes eine Furt, wo man bei sehr wenig Wasser durch den See gehen kann und man sieht dort deutliche Überreste des Fundamentes, nämlich große Findlinge, die das Wasser nicht hätte wegspülen können. Von Mauersteinen ist nichts mehr erkennbar. Der Überlieferung nach soll die Vedelspang Mühle aus Materialien des Klosters errichtet worden sein; sowohl Steine als auch Eichenbalken können das bestätigen. Der Garten ist im Westen ausgedehnt; aber großen Nutzen hatten die Mönche davon sicherlich nicht, weil er in vielen Zeiten des Jahres unter Wasser gestanden haben muss. - Es ist offensichtlich, dass das eigentliche Kloster durch einen ziemlich breiten Graben vom Garten abgegrenzt war; Ein Teil davon ist vermutlich erst in späteren Jahren instand gesetzt worden; An den Rändern ist jedoch noch etwas vom alten Graben erkennbar.

Da sich der Teil der Halbinsel, auf dem sich der Garten befand, am südlichen [Langsee-]Ufer entlang erstreckte und vielleicht sogar mit diesem in Verbindung gestanden haben könnte, muss der Graben das Kloster offenbar nach Westen hin etwas abgeschirmt haben, von wo sonst der Zugang kaum erschwert gewesen wäre. In direkter Verbindung mit diesem westlichen Graben befand sich ein weiterer in Richtung Süden, welcher sich über das Kloster hinaus erstreckt hat und ungefähr am südöstlichen Ende des Klosterbereichs mit dem See verbunden war. Auch von ihm gibt es noch schwache Spuren; sein Zweck war es natürlich, den Zugang von Süden her zu verhindern. - Es muss auch hier gewesen sein, wo sich der Haupteingang des Klosters befunden hat. - Über diesen Graben und die schmale Wiese im Süden, gab es eine Brücke oder einen Damm in Richtung Festland, der in späteren Zeiten möglicherweise Priesterbrücke (Præstebro) genannt wurde. Im Dsk. Atl, VII S.712 heißt es nämlich: "Das Kloster hatte zwei Filialkirchen, Nybol und Tolk, in denen die Mönche Gottesdienste abhielten, dazu gab es einen Damm zwischen dem Kloster und Tolk, der noch heute Priesterbrücke (Præstebro) genannt wird".

Es ist jedoch anzumerken, dass die Brücke oder der Damm nicht vom Kloster bis nach Tolk führen konnte; denn Tolk ist mehr als 1/2 Miil (Anm. d. Übers.: 1 Miil ~ 7,5 km) entfernt und nicht direkt am Langso gelegen, es sei denn, der Pfarrbezirk von Tolk hätte damals bis dorthin gereicht; außerdem wäre es seltsam, eine Brücke entlang der Längsachse bis zum östlichen Ende des Sees zu bauen, wenn es direkt am Kloster gereicht hätte, eine Brücke oder einen Damm von einigen Favn (Faden – Anm. d. Übers.: 1 Favn ~ 1,90 m) Länge zu errichten. In seiner ‚Topographie des Herzogthums Schleswig‘, II S. 370 vermutet Schröder das ebenfalls, ohne jedoch eine Quelle dafür anzugeben: „die sehr alte Kirche (c: in Tolk) gehörte ehemals, bis 1209, zum Guldholmer Kloster, zu welchem ein Damm hinfiirhte, welcher noch lange nachher die Priesterbrückc genannt ward”. - Vermutlich hat Schröder diesen Hinweis aus dem Dänischen Atlas übernommen - Wenn man dem oben erwähnten Damm zwischen dem Kloster und dem südlichen Festland keinen Glauben schenken mag, könnte der Bericht über diese "Priesterbrücke" höchstens noch auf einem Missverständnis beruhen;

Weil die Ufer des Langsoe bei Guldholm nach Süden hin sowohl links als auch rechts der [Halb]-Insel so steil abfallen und sich so weit oberhalb des Inselniveaus befinden, kann dort von einer Brücke oder einem Damm, der Tolk mit Guldholm verbindet, überhaupt keine Rede sein. Der Irrtum könnte allerdings auch leicht dadurch entstanden sein, dass der so genannte Tolk-See zwischen Guldholm und der Tolker Kirche liegt (näher bei letzterer) und dass die beiden Seen durch eine Aue miteinander verbunden waren, sodass über diese oder über den Tolker-See selbst ein Damm gebaut wurde, teils für die Mönche, die in der Tolker Kirche predigen sollten, teils für die Gemeindemitglieder, die westlich der Kirche und der Gemeinde wohnten.

2. Da das Kloster Guldholm auf zwei Seiten (Osten und Norden) vom See umgeben ist, auf den anderen beiden von einem Graben, und der angrenzende Südhang sehr steil ist, - dazu kommt noch ein großes Moorgebiet südlich des Hanges in Richtung Behrend und Ny-Behrend, - kann man sich gut vorstellen, dass das Kloster nicht so leicht angegriffen werden konnte, und allein aus diesem Grund sollte man den Bericht eines Zisterziensermönchs aus dem Rykloster über den berüchtigten Mönchskrieg von 1194 5) infrage stellen. - Daugaard kommt zu einem ganz ähnlichen Schluss, allerdings aus anderem Grund. Er ist nämlich der Ansicht (l. c. p. 459), dass "der Autor, ein Zisterziensermönch, im Hinblick auf die Cluniazenser nicht als völlig unparteiischer Zeuge eingestuft werden könne".

Die Aussagen, auf die ich mich im Bericht des Mönches (SRD V 383) beziehe, lauten wie folgt: „Jene Mönche, die, wie vorher erwähnt worden ist, von ihrem guten Vorsatz wieder absprangen und nach St. Michael zurückgingen, sahen, dass sie und das Ihrige dem Niedergang entgegen gingen, dass die Goldene Insel aber an Zahl der Personen, durch Zunahme der Mittel und durch die Gunst der Herrschenden von Tag zu Tag mehr und mehr wachse; und da sie es nicht ertrugen, dass ihr bitterer Schmerz im Inneren verborgen blieb, gerieten sie in einen solchen Wahnsinn, dass sie den Unsrigen körperliche Gewalt antaten. Bewaffnete Mönche und nicht etwa deren Diener überfielen ziemlich oft die Unsrigen und beraubten und schlugen sie. Sie verdrehten unter sich die Wahrheit, sie seien zu Unrecht mit Gewalt aus ihrem Kloster geworfen worden, und behaupteten, sie hätten dem Bischof nicht zugestimmt bei dem Ortswechsel und sie hätten nicht auf den Ort [St. Michael] einigermaßen verzichtet.“ Daraus wird ersichtlich, dass der Autor die ganze Schuld den Michaelismönchen zuschreibt, von denen es oftmals heißt, sie wären häufig in das Kloster Guldholm eingedrungen und hätten die dort lebenden Zisterzienser misshandelt.

Aber wie lässt sich das mit seinen eigenen Worten in Einklang bringen, dass die Zisterzienser sich von Tag zu Tag an Zahl, Macht und Ansehen weiter entwickelten, während jene immer mehr verkümmerten? Und wie konnten die Mönche von St. Michael in ein so gut geschütztes Kloster eindringen, wie es Guldholm nach den obigen Ausführungen gewesen sein muss? Es ist doch ebenso wenig anzunehmen, dass die Guldholmer Brüder den Mönchen von St. Michael auch nur beim geringsten Anflug von Ärger an der Südseite freien Zugang zu ihrem Kloster gewährt hätten, als dass sie sich hätten freiwillig misshandeln lassen. Am wahrscheinlichsten ist doch, dass die Mönche der von Anfang an verfeindeten Klöster ihre Angriffe beiderseits durchgeführt haben, teilweise auf der eine Meile (Miil) langen Wegstrecke zwischen den Klosterstandorten, teilweise aber auch in und an den Klöstern selbst; und es ist durchaus möglich, dass z.B. die Guldholmer auf dem einen Gebiet gegen die Michaelis-Mönche loszogen, während diese in der anderen Gegend auf die Gegenseite losgingen und auf diese Weise diejenigen, die noch im Kloster zurückgeblieben waren, angriffen und misshandelten.

Christiani (l. c. p. 348) war wohl ähnlicher Auffassung, wenn er schreibt: „Es kam zu Thätlichkeiten und zu einer ärgerlichen Mönchsfehde. Die geistlichen Herren griffen wechselsweise die feindlichen Klöster an, als wenn es Vestungen wären, und schlugen sich besonders zur Abendzeit auf die unanständigste Weise herum, so dass auch viele verwundet wurden”. - Der Zisterziensermönch, der seinen Bericht erst etwa drei Jahre später verfasste, hat sich offenbar hauptsächlich an die Überlieferung gehalten, die noch bis in seine Zeit im Kloster erzählt worden ist, welche aber wahrscheinlich vom eigentlichen historischen Verlauf abgewichen ist.

3. Ein weiterer zweifelhafter Punkt in der Geschichte von Guldholm lässt sich noch besser erhellen, wenn man die Lage des Klosters betrachtet. Denn bisher war nicht klar, was nach einem so kurzen Bestehen des Klosters der Grund für seine Verlegung nach Ry war. Daugaard (l. c. p. 460) schreibt dazu ganz offen: "Was die Ursache für diese Verlegung war, ist nicht bekannt." Pontoppidan nahm an, dass die Nähe des Klosters zu Schleswig und die Gefahr, dass die Mönche wieder in alte Kapriolen verfallen könnten, der Grund für den Umzug gewesen wäre; Dem ist entgegenzuhalten, dass die von Huitfeld, Pontoppidan, Christiani und anderen fälschlicherweise auf Guldholm übertragene Argumentation mit dem Abt und seine Hurereien [Forhold til Skjögen] sich eigentlich nur auf das Michaeliskloster bezieht, und zweitens, dass Dankwerth, Pontoppidan und andere Guldholm mit dem Holm in Schleswig verwechseln. Guldholm lag etwa eine Meile [Miil] nördlich von Schleswig, und der Weg dorthin war sehr beschwerlich und war außerdem wegen der Streifzüge der Michaelis-Mönche unsicher. - Andere vermuten, dass die vielen Streitigkeiten, die zwischen den Mönchen von Guldholm und Michaelis auftraten, der Grund dafür gewesen sein könnten; aber dieser Konflikt wurde bereits im 12. Jahrhundert zu Gunsten der Zisterzienser offiziell geklärt.

Ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn der Grund dafür nicht darin zu finden wäre, dass das Kloster sich an einem Ort befunden hat, der nicht nur vorübergehenden Überschwemmungen ausgesetzt war, sondern auch permanent sehr feucht gewesen sein muss und deshalb ein äußerst ungesunder Aufenthaltsort. Ich habe die Beschaffenheit des Bodens an mehreren Stellen untersucht, sowohl dort, wo sich der Garten, und wo sich das eigentliche Kloster befand, als auch am angrenzenden Hang, und habe festgestellt, dass der Boden überall so wasserreich ist, dass sogar am Hang Wasser aus dem Boden sickerte. Es ist daher sogar fraglich, ob die Gebäude dort überhaupt instand gehalten werden konnten; Dass in späteren Jahren keine Erde abgetragen worden ist, lässt sich aus den Bereichen ableiten, an denen sich Fundamentsteine befinden.



Fussnoten:

1) Am 14. Mai kam das Konvent zusammen und am Christi Himmelfahrtstag desselben Jahres wurde das Kloster von Bischof Valdemar eingeweiht.

2) In den Laurentii Stralii Annales, Langeb. SRD. III 308 heißt
es: „eodem anno (MCCIX) bona de Gulholm ad Rus Regis, Rythæ Coenobium transferuntur die St. Magni” (s. auch Hamsfortii Chron. Secunda SRD. I S. 284), ferner der Hinweis: "Rythe Closter kom aff Insula Aurea til thid som de nu bo, oc aa S. Thomes Apostel Afften læste Monckc then første Rægel”.


3) Ich ignoriere dabei die Fehlinterpretationen von Dankwerth und Pontoppidan, dass Guldholm und Holmen in Schleswig ein und dasselbe sind.

4) Dieser Holm ist dort zu finden, wo der Langsee am Westende am schmalsten ist. Im Jahre 1850 hatten die aufständischen Truppen an dieser Stelle sogar eine Brücke über den See gebaut. Über diese Brücke und durch die Furt führte v. d. Horst in der Schlacht bei Isted seine Brigade zum Angriff rüber nach Stolk, das hat unseren Armee-General Schleppegrell und viele Andre das Leben gekostet. Auf der Karte von Valdem. lib. census in SRD VII wird das Kloster fälschlicherweise als am östlichen Ende des Sees gelegen verzeichnet.

5) Damit der verehrte Leser, der vielleicht nicht mit diesen Besonderheiten vertraut ist, das Thema besser verstehen kann, wage ich es, in wenigen Zeilen die Grundzüge der Geschichte des Klosters wiederzugeben: In der Nähe der St. Michaeliskirche in Schleswig befand sich früher ein Kloster des Cluniazenserordens. Sowohl die Mönche als auch der Abt des gemeinsamen Klosters führten gegen Ende des 12. Jahrhunderts ein sehr schändliches und unehrenhaftes Leben. Das ging so weit, dass der Abt 1191 von seinem Amt zurücktreten musste und das Kloster und die Mönche in die Hände des Bischofs übergab. Das Kloster musste an einen anderen Ort verlegt werden, und der Bischof Valdemar wählte dafür die Insel im Langsöen aus. Im Jahr 1192 willigten die Mönche ein (- einige mussten im Michaelis-Kloster bleiben, um den Gottesdienst für 8 Nonnen abzuhalten, welche sich dort aufhielten -), nach Guldholm umzuziehen, wo das Kloster seine ersten Mönche aus dem Zisterzienserkloster in Esrom aufgenommen hatte. Die schwarzen Michaelismönche konnten sich jedoch entweder nicht mit den weißen Zisterziensermönchen versöhnen oder die abgelegene Ansiedlung gefiel ihnen nicht: So verließen sie ein Jahr später das Kloster wieder und zogen sich an ihren alten Ort zurück, von dem aus sie, wahrscheinlich aus Neid, Krieg gegen die weißen Mönche führten. Der Fall wurde schließlich an den Papst herangetragen, und die Entscheidung wurde erneut Bischof Homerus von Ribe und Abt Wilhelm von Æbeltoft anvertraut. Obwohl die weitere Geschichte des Falles nicht hinreichend bekannt ist, weiß man, dass Knud Valdemarsön im Jahr 1196 die Abtei Guldholm unter seinen besonderen Schutz nahm, so dass die weißen Mönche schließlich mit einem Sieg davonkamen. - Das Kloster bestand jedoch nicht lange; etwa 18 Jahre nach seiner Errichtung wurden die Mönche nach Ry versetzt.



Persönliche Ergänzung zum Thema Brückendamm:

Auf einer historischen Landkarte von 1850 mit dem Titel 'Slesvig i Valdemarernes Tid efter Valdemars Jordebog' befindet sich folgender Ausschnitt:

Dort ist östlich des eingezeichneten Gulholmkloster und westlich der eingezeichneten Kirche von Tholge ein heute nicht mehr existierender See zusammen mit einem Verbindungsbach zum Langsee eingezeichnet. In Johannes von Schröders 2. Auflage der "Topographie des Herzogthums Schleswig" findet sich auf S. 540 im Eitrag zu Tolk folgender Satz: "Westlich von Tolk liegt der Tolker-See, 1500 Ellen lang und 1000 Ellen breit [937 x 625 m]; derselbe steht mit dem Lang-See durch eine Aue in Verbindung; die Fischerei im See gehört dem St. Johanniskloster."

Diese Informationen würden Lorenzens Theorie, dass die sogenannte Præstebroe möglicherweise auch über den Tolker-See oder die damit verbundene Aue zum Langsee geführt haben könnte, untermauern.

 

Hier ist der dänische Originaltext

Und hier ist meine Übersetzung als PDF-Datei